Folge 3 - Herren und Sklaven

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    • Diese Kirchenruine war ein Treffpunkt für viele Paare. Es war damals für Orry und Madeline nicht einfach einen Ort zu finden, wo sie ungestört sein konnten. Obwohl ich auch nicht finde, dass es ein wirklich sicherer Ort war. Im Buch haben sich auch Ashton und Forbes in dieser Ruine heimlich getroffen.
      "I love you, Brett Hazard. Never forget that."
    • Die erste Szene aus FiS, die ich zufällig im Fernsehen gesehen habe, war Virgilias Rede aus ebendieser Folge (23.12.12). Da ich diese damals ohne jeglichen bekannten Zusammenhang sah, bekam ich den Eindruck, Orry sei nicht gerade ein Mitglied der guten Seite.
      Immerhin hat Virgilia den Süden und die Sklavenhalter aufs höchste angegriffen, während immer wieder Orrys verärgerter und wütender Gesichtsausdruck zu sehen war, letztendlich verließ er sogar den Saal! Erst, als ich die Serie von Beginn an gesehen habe, hat alles für mich wieder Sinn ergeben ^^ .
    • Genau. Erst wenn man Orry's kulturellen Hintergrund kennt, versteht man seine Reaktion im Saal. Andersherum: welcher Südstaatler wäre bei diesen wahrlich heftigen Angriffen von Virgilia ruhig geblieben? Wer lässt sich schon freiwillig so beschimpfen wie es Virgilia getan hat? Diese Provokation war wirklich kaum zu überbieten. Sie hat ihn freundlich lächelnd noch dazu eingeladen, obwohl sie genau wusste, wie weh sie ihm damit tun würde. Teuflisch, nicht wahr?
      "Then there is nothing left for me but to go and see General Grant, and I would rather die a thousand deaths.
      Gen Robert E. Lee, Appomattox Court House, 9. April 1865, 8.30 Uhr
    • Ich würde Virgilias Handlung nicht als teuflisch, sondern einfach hinterhältig bezeichnen. Sie konnte und wollte die Freundschaft von George und Orry nicht akzeptieren. Ich denke, sie wollte mit ihrer Rede und ihren späteren Handlungen erreichen, die Freundschaft zwischen den Beiden zu zerstören.
      Virgilia fordert für sich und ihre Meinung Toleranz, ist aber nicht in der Lage, gegenüber anderen Personen Toleranz walten zu lassen.
      "I love you, Brett Hazard. Never forget that."
    • Exakt, sie selbst lässt nur ihre eigene Meinung gelten. Zwar behauptet sie als sie versucht, George zu überzeugen mit nach Mont Royal fahren zu dürfen, sie wäre dazu bereit es einzugestehen, falls sie sich getäuscht hätte, doch ich denke, selbst wenn dies der Fall gewesen wäre, hätte sie sich nicht dazu durchringen können. Dafür wäre sie zu stolz und zu überzeugt.
    • Silvi schrieb:

      Wie viele unglücklichen Menschen ist sie der Meinung, dass der Rest der Welt genau wie sie unglücklich sein muss.
      Das glaube ich weniger. Meiner Meinung nach wollte sie ihre eigene Meinung auf Andere projezieren und war selbst so davon überzeugt, dass sie andere Sichtweise nicht ertragen konnte. Ich glaube nicht, dass sie unglücklich war, zumindest nicht vor Grady's Tod.
    • Meiner Meinung nach wollte sie mitfahren, weil sie mit dem Feuer spielen wollte.
      Sie konnte nicht wissen, was sie dort erwarten würde. Und selbst noch auf dem nächstlichen Spaziergang über die Sklavenhütten, wo sie Grady traf, musste sie den Eindruck bekommen, dass die Farbigen dort in Frieden und relativer Idylle leben - ganz im Gegensatz zur vorherrschenden Meinung der Abolitionisten im Norden. Und ich glaube sogar, sie wäre so "zahm" geblieben wie auf dem Ball, wenn sie nicht Gefühle für Grady bekommen hätte und ihn dann logischerweise für sich "retten" wollte. Das Gespräch mit Cuffey hat sie dazu erst ermutigt, ihr gegebenes Wort derart zu brechen. Der Rest ist der Lauf der Dinge. Natürlich passte diese Tat genau auf ihre Haltung zur Sklaverei, und sie nutzte das auch sofort für einen wirkungsvollen Auftritt. Dass sie dabei die Familienfreundschaft fast zerstörte, dürfte sie weniger gekümmert haben.
      "Then there is nothing left for me but to go and see General Grant, and I would rather die a thousand deaths.
      Gen Robert E. Lee, Appomattox Court House, 9. April 1865, 8.30 Uhr
    • Und die erste Folge mit Sam Greene. Man denkt nach seiner kurzen Szene erst gar nicht, dass er überhaupt noch einmal auftreten würde. Als er letztendlich in Folge 5 wieder vorkam, konnte ich zumindest mich zunächst nicht mehr an ihn erinnern, erst, als er und Virgilia über ihre damalige Rede gesprochen haben.
      Schon bemerkenswert, wie sich die Wege von Sam und Virgilia immer wieder kreuzen, bis deren Beziehung letztendlich beide das Leben kostet.
    • Ja, Sam ist ein schwer durchschaubarer Charakter. In Folge 3 macht er den Eindruck eines etwas lüsternen älteren Herren. Später gibt er den weltgewandten Gentleman, der formvollendet reden kann und jede Menge Einfluss hat. Dass er dabei durchtrieben ist und Virgilia hinhält, wird erst kurz vor seinem Tod ub Folge 12 offenbar. Das reine Ausnutzen von Virgilia's Notlage für seinen Testosteronspiegel ist schon übel genug, aber so eine Hilterhältigkeit ist dann der Gipfel....
      "Then there is nothing left for me but to go and see General Grant, and I would rather die a thousand deaths.
      Gen Robert E. Lee, Appomattox Court House, 9. April 1865, 8.30 Uhr
    • Da ich die Bücher nicht gelesen hab frag ich mich wo Charles auf einmal herkommt und kaum dass er da ist gibts schon Ärger ;) Tja Madeline erwischt Justin beim Fremdgehen und wird ausgepeitscht... ist halt ein widerlicher Kerl so wie Madeline sagt <X
      "You have lost the left arm but I have lost my right"

      General Lee Chancellorsville
    • Charles wird auch in den Büchern nicht eingehender erklärt. Seine Eltern - Verwandte von Tillet - kamen bei einem Schiffsunglück ums Leben und Tillet und Clarissa haben Charles auf die Plantage geholt. Viel mehr ist da nicht. Dass er in Folge 3 plötzlich auftaucht, hat wohl damit zu tun, dass man diese große Geschichte und ihre vielen Figuren nach und nach aufbauen wollte und nicht alles auf einmal.
      "Then there is nothing left for me but to go and see General Grant, and I would rather die a thousand deaths.
      Gen Robert E. Lee, Appomattox Court House, 9. April 1865, 8.30 Uhr