Himmel und Hölle

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    • Himmel und Hölle

      Himmel und Hölle (Originaltitel: Heaven and Hell) ist das letzte Kapitel der Triologie über die Geschichte der Familien Hazard und Main von John Jakes.

      Inhalt:

      Das grauenhafte Ringen ist vorüber. Auf den Schlachtfeldern des amerikanischen Bürgerkriegs bleiben 600.000 Tote zurück.
      Der siegreiche Norden erhebt stolz sein Haupt; die Sklaverei ist besiegt. In Washington errichtet Andrew Johnson, der Nachfolger des ermordeten Lincoln, das korrupteste Regime, das die Nation je gesehen hat. Der geschlagene, gedemütige und ruinierte Süden erstarrt in Verbitterung. Der Ku-Klux-Klan wirft seinen drohenden Schatten auf die Zukunft.

      Vor dieser gespenstischen Szenerie bricht die Nation auf zur Erobrerung des Westens, zum leuchtenden, fernen Silberstreifen am Horizont.
      In "Himmel und Hölle" treffen wir die beiden Famlien wieder, die uns schon durch "Die Erben Kains" und durch "Liebe und Krieg" begeleitet haben: die Hazards aus Pennsylvania und die Mains aus South Carolina.

      (Quelle: Bucheinband/Schweizer Verlagshaus AG)
      Wir bezahlten für alles, was wir bekommen oder in der Welt nehmen, einen Preis.
    • John Jakes in einem Interview (Bildwoche/Jahr??):

      "Das dritte Buch hat mir besonders viel Spaß gebracht. Ich habe eineinhalb Jahre dafür recherchiert. Am Ende des Buches haben sich alle Romanfiguren geändert. Jeder von ihnen ist seinen Weg gegangen, ist nicht mehr der, der er am Anfang war."

      Über Charles Main:

      "Er war für mich die Person, die mich am Ende des zweiten Buches am meisten faszinierte."

      Weitere Aussagen von John Jakes wurden in den Artikel nicht aufgenommen. Es gab nur stichpunktartige Mitteilungen, wie es mit den Figuren weitergehen wird.
      Wir bezahlten für alles, was wir bekommen oder in der Welt nehmen, einen Preis.
    • Silvi schrieb:

      Es gab nur stichpunktartige Mitteilungen, wie es mit den Figuren weitergehen wird.

      ...nachzulesen ganz am Ende des Buches in dem Kapitel, als George im Jahre 1876 anlässlich der 100-Jahr-Feier der Unabhängigkeit und der Enthüllung der Freiheitsstatue die meisten Überlebenden beider Familien zu einem Bankett zusammenholt. Höchst interessant, weil es logische Weiterentwicklungen der Figuren sind, wie wir z.T. über den Zeitraum von mehr als 40 Jahren verfolgt haben.
      "Then there is nothing left for me but to go and see General Grant, and I would rather die a thousand deaths.
      Gen Robert E. Lee, Appomattox Court House, 9. April 1865, 8.30 Uhr
    • Das Interview entstand bevor das Buch in Deutschland veröffentlicht wurde. Ich habe es mir dann ganz freudig gekauft, war aber in einigen Punkten enttäuscht. Billy und Brett wurden nur am Anfang und am Ende des Buches erwähnt und nur wenige Worte über ihr Leben in Kalifornien. George verschwand für lange Zeit von der Bildfläche, so daß dem Buch etwas fehlte.

      Ja, ich weiß... Es sollte um den Wiederaufbau des Südens und die Besiedlung des Westens gehen. Ich weiß...

      Eine der wenigen Lichtblicke im Buch sind Marie-Luise Main und Willa Parker. Beide gehen ihren eigenen Weg.

      Die Veränderung von Virgilia finde ich bemerkenswert. :thumbsup: Am Ende hilft sie sogar den Mains.
      Wir bezahlten für alles, was wir bekommen oder in der Welt nehmen, einen Preis.
    • Wobei es (wie ich in Erinnerung habe) weniger um große Gefühle geht sondern darum, dass zwei einsame Menschen, die sich schon lange kennen und schätzen, nicht mehr einsam sein wollen.
      "Then there is nothing left for me but to go and see General Grant, and I would rather die a thousand deaths.
      Gen Robert E. Lee, Appomattox Court House, 9. April 1865, 8.30 Uhr
    • Es stimmt nicht so ganz. Das Thema Indianer ist für mich auch sehr interessant. Aber das verbinde ich nicht mit FIS.
      Der Film "Der mit dem Wolf tanzt" ist da viel authentischer. Auch dieser Film gehört zu meinen absoluten Favoriten!
      Glücklich sind nicht die Menschen, die keine Sorgen haben, sondern die, die positiv mit Dingen leben, die alles andere als perfekt sind.
    • In der Tat das schwächste der drei Bücher, war nach der Verfilmung auch nicht anders zu erwarten. Das Indianer-Gedöns passt nicht zur Grundthematik von FiS, nimmt aber gut ein Drittel des Romans ein. Der politische Hintergrund wird dank "Madlines Tagebuch" in die Handlung eingebunden (anders als im Film) und die Handlungsstränge um Cooper, Virgila und Madeline halten das interessante Niveau der Vorgängerromane. Auch Stanleys Entwicklung ist spannend, auch wenn er recht wenig erwähnt wird. Schade dass die Sympathieträger Brett und Billy nicht stärker in die Handlung eingebunden wurden; Brett saß schon im zweiten Band weitgehend sinnlos in Pennsilvanya herum.

      Virgilias Wandlung von der Radikalen Südstaatengegnerin zur Retterin von Mont Royal kommt etwas zu überraschend. Da hat wohl geholfen, dass Brett ihr in Band zwei aus der Gosse geholfen hat. Die Liebelei zwischen George und Madeline stört mich auch im Buch, ist aber nicht ganz so extrem wie in der Verfilmung, weil im Buch doch einige Jahre zwischen dem Tod der Partner und der Beziehung der beiden liegen.
    • Wenn Du auch andere Historienromane von John Jakes liest, wirst Du feststellen, dass auch die Erzählweisen im 3. Band sehr typisch für ihn sind. Und doch: aus historischen Gründen konnte Jakes die Indianer nicht einfach weglassen. Nach Ende des Krieges wandte sich die Aufmerksamkeit der Nation diesen Ureinwohnern zu. John Jales ist Amerikaner, und er schreibt für amerikanische Leser, die sich mit ihrer eigenen Geschichte befassen. Es wäre unglaubwürdig, die Indianer einfach auszuklammern.

      Was die handelnden Personen angeht, sind tatsächlich einige Schwächen drin. Es sind einfach ziemlich viele Hauptpersonen geworden. Im komplexen Gewirr des Krieges konnte Jakes jedem noch einen Handlungsstrang zuweisen. Danach war die Nation teilweise wie gelähmt, da wurde das schon schwierig. Schon deshalb sind Billy und Brett ins ferne Kalifornien ausgewichen und damit quasi raus. Auch George hat sich mehrere Jahre nach Europa verzogen - quasi weil es in der Geschichte für ihn nichts auf seine Rolle passendes zu tun gab.
      "Then there is nothing left for me but to go and see General Grant, and I would rather die a thousand deaths.
      Gen Robert E. Lee, Appomattox Court House, 9. April 1865, 8.30 Uhr