Die Erben Kains

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Die Erben Kains

      Die Erben Kains (Originaltitel: North and South) ist das erste Buch der Trilogie über die Geschichte der Familien Hazard und Main von John Jakes.

      Inhalt:

      Gegen Ende des 17. Jahrhunderts waren ihre Vorväter aus Europa gekommen: Der Eine als flüchtender Vatermörder, der Andere als Rebell gegen einen bigotten König.

      Sie waren sich einen kurzen Moment lang begegnet- ein Schiffsjunge und ein Grandsigneur. Nur Ihre Blicken hatten sich gekreuzt, und dann suchte jeder seinen Weg im Land der unbegrenzen Möglichkeiten. Der Eine wurde Gründer des Industriellenclans der Hazards in Pennsylvania, der Andere wurde Stammvater der Mains, Plantagenbesitzer und Sklavenhalter in South Carolina.

      Als ihre Nachkommen George Hazard und Orry Main sich 1842 auf der Offziersschule West Point begegnen, beginnt sich das Schicksal der beiden Familien zu verflechten: Liebe, Hass, Machtgier, Neid und Leidenschaft verbinden jetzt all ihre Wege, bis der mörderische amerikanische Bürgerkrieg sie plötzlich zu Todfeinden macht. Schon werfen die unruhigen Zeiten dunkle Schatten voraus. Immer tiefer wird der Graben zwischen den Nord- und Südstaaten.

      Die aristokratischen Mains verteidigen stolz ihre Traditionen und ihre Vorrechte als weiße Herren. Mit gleicher Überzeugung kämpfen die Hazards für die industrielle Zukunft, in der die Sklaverei keinen Platz mehr hat. Die Arroganz der Sklavenhalter im Süden steht gegen die Menschenrechts- und Fortschrittsideen des Nordens. Die Spaltung einer Nation zeichnet sich in tragischen persönlichen Verwicklungen ab...

      (Quelle: Bucheinband/Schweizer Verlagshaus AG)
      Wir bezahlten für alles, was wir bekommen oder in der Welt nehmen, einen Preis.
    • Erst mal möchte ich John Jakes danken, dass er die Bücher geschrieben hat, denn sonst würde es diese tolle Serie vielleicht gar nicht geben. :love:

      Im Aussehen unterscheiden sich die Personen im Buch stark von der Serie. In der Main-Familie haben alle dunkle Haare und Augen, im Gegensatz zur Serie, wo Brett von der blonden Genie Francis dargestellt wird. Constance hat im Buch rote Haare usw. Die Liste der Veränderungen ist lang, auch die Charaktere weichen ein bißchen von der Serie ab.

      In einem anderen englischsprachigem Forum (über die Bücher) wurden Brett und Ashton mit Melanie und Scarlett aus "Vom Winde verweht" verglichen.

      Was mich schon seit Jahren irritiert, ist die Übersetzung des Buchtitels. [IMG:http://www.gif-paradies.de/gifs/smilies/2d_denkend/denkend_smilie_0005.gif] Aber andererseits ist der Name der Serie auch nicht vom Originaltitel abzuleiten.
      Wir bezahlten für alles, was wir bekommen oder in der Welt nehmen, einen Preis.
    • Silvi schrieb:


      In einem anderen englischsprachigem Forum (über die Bücher) wurden Brett und Ashton mit Melanie und Scarlett aus "Vom Winde verweht" verglichen.

      Also, ich denke dass man Ashton kaum mit Scarlett vergleichen kann. Ok, Scarlett war auch sehr eitel und wollte alle Aufmerksamkeit für sich, Doch im gegensatz zu Ashton hat sie aus wahrer Leidenschaft gehandelt, während Ashton doch eher sehr kalküliert handelte. Sie wollte den Untergang ihres Bruders, Macht und materiellen Reichtum. Dazu hat sie Männer benutzt. Gut, Scarlett hat den Verlobten ihrer Schwester geheiratet, um Tara aus der Misere zu retten, aber das finde ich noch irgendwie verständlicher. Sie tat es für die Familie, während Ashton immer nur auf eine Person achtete: sich selbst.

      EDIT by Uli: zusammengefügt
    • Clarissa muss Ashton und Brett körperlich züchtigen, weil Tillet es befiehlt. Was meint ihr, warum er das nicht selber macht, wenn er schon eine Notwendigkeit der Züchtigung sieht? Will er sich die Hände nicht schmutzig machen? Oder will er demonstrieren, dass er der Herr über alles und jeden ist?
      Wir bezahlten für alles, was wir bekommen oder in der Welt nehmen, einen Preis.
    • Lissy schrieb:

      Zu dieser Zeit war es die Aufgabe der Frau, die Töchter zu "ehrbaren" Menschen und späteren braven Ehefrauen zu erziehen. Also wurden körperliche Strafen an ihnen von der Mutter (Erzieherin, Kindermädchen) vorgenommen.
      Aber warum hat dann Tillet die Strafe angeordnet? Eigentlich hätte der Impuls von Clarissa ausgehen müssen, als sie sah, dass sich ihre Töchter nicht wie anständig, brave Mädchen verhielten? Aber ich glaube mich zu erinnern, dass nach der Prügelei wegen dem Ei, Tillet den Beiden den A... versohlte.
      Wir bezahlten für alles, was wir bekommen oder in der Welt nehmen, einen Preis.
    • Gesellschaftliche Rollen:
      > Kindererziehung: Frauensache
      > Das letzte Wort (auch über die eigene Frau): Männersache
      Außerdem: Männer schlugen keine Frauen oder Mädchen, jedenfalls nicht "öffentlich".

      Alles nicht mehr zeitgemäß, aber damals fester gesellschaftlicher Codex.
      "Then there is nothing left for me but to go and see General Grant, and I would rather die a thousand deaths.
      Gen Robert E. Lee, Appomattox Court House, 9. April 1865, 8.30 Uhr
    • Gut möglich. Die Staaten Pennsylvania und New York (West Point) sind fast Nachbarn, und es gab Eisenbahnverbindung. South Carolina ist zig hundert km weg, und damals nur per Schiff die Ostküste runter zu erreichen. Ziemlicher Aufwand, zumal man damals jede Menge Gepäck und Bedienstete mitnahm.
      "Then there is nothing left for me but to go and see General Grant, and I would rather die a thousand deaths.
      Gen Robert E. Lee, Appomattox Court House, 9. April 1865, 8.30 Uhr
    • Die Bücher sind fast eine andere Welt, aber sehr lesenswert. Allerdings nimmt die Liebesgeschichte zwischen Madeline und Orry nicht so einen großen Raum wie in der Serie ein. Sie lernen sich sogar erst kennen, als Madeline bereits auf dem Weg zu Justin ist, um ihn zu heiraten.
      Wir bezahlten für alles, was wir bekommen oder in der Welt nehmen, einen Preis.
    • Uli schrieb:

      ...und drangsalierte seine Frau. Irgendwie passt das zum Cuffey in der 12. Film-Folge.

      Und zwar so, dass seine Frau Orry gebeten hat, sie zu verkaufen.

      Wie sagte Abraham Lincoln: "Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gibt ihm Macht."



      [IMG:http://zitate.net/x/p.gif][IMG:http://zitate.net/x/p.gif]
      Wir bezahlten für alles, was wir bekommen oder in der Welt nehmen, einen Preis.
    • Silvi schrieb:


      Was mich schon seit Jahren irritiert, ist die Übersetzung des Buchtitels. [IMG:http://www.gif-paradies.de/gifs/smilies/2d_denkend/denkend_smilie_0005.gif] Aber andererseits ist der Name der Serie auch nicht vom Originaltitel abzuleiten.


      Hallo Silvi,

      über den Buchtitel habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Fand ihn zunächst auch sehr unpassend (da kannte ich aber noch keines der Bücher). Die Roman-Bücher erinnern ein wenig an eine Bibel. Die Seiten sind bei der Weltbild-Auflage, die ich mir gerade zugelegt habe auch etwas dünner, aber nicht so dünn wie bei einer Bibel. Im Buch gibt es viele Bibelzitate, einige Menschen werden sehr gottesgläubig und Bibelverse rezitierend dargestellt. Die größeren Zusammenhänge werden in Bücher eingeteilt.

      Aber zurück zum Titel: Mit dem Originaltitel kann man hier sicherlich nicht soviel anfangen wie in den USA. Die Erben Kains sind ja sozusagen alle Menschen, die je lebten und Kain hat seinen Bruder erschlagen. Ich denke, dass es darum geht, der Bürgerkrieg ist (im Extremfall) Bruder gegen Bruder. Möglicherweise soll es zeigen, dass die Leute "nichts gelernt haben" und genauso weitermachen wie bereits im Alten Testament.