Welche Aussagen/Zitate/Dialoge in FIS mögt ihr, findet ihr lustig oder gar unmöglich?

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    • Im englischen Originalfilm kommt dieses Zitat gar nicht vor, dennoch denke ich, dass die Synchronautoren an dieser Stelle mal ein glückliches Händchen hatten. Aus der "Priam-Episode":


      ZITAT

      """George........................ Ein Menschkann nicht Eigentum eines Anderen sein"""""


      Dieser geradezu schlicht anmutende Satz bringt IMO in wenigen Worten DEN Grundkonflikt in F.i.S. zwischen Nord und Süd, die Thematik Sklaven/Bürgerkrieg auf den Punkt.



      Aus einer etwas anderen Perspektive gesehen, hätte George Orry damit ( neben dem unmittelbarem Priam/Sklaventhema) einen nicht unerheblichen verbalen Seitenhieb verpaßt, wenn man diesen Satz mit etwas Phantasie mal auf die Madeline-Justin-Beziehung ummünzt. ( Obwohl George dies in diesem Augenblick sicherlich so gar nicht bewußt war) .

      Gruss Onkel Uhu
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    • Ja, die Übersetzer haben hier den Text abgewandelt, und nicht mal schlecht. Das ist aber auch nötig, weil wir hier in Europa viel weniger mit dem Grundproblem der Sklaverei vertraut sind wie die Amerikaner selber. Den Original-Text 1:1 zu übersetzen wäre kaum möglich gewesen. Die spezielle Betonung dieser Wiederholung von Orry's "Du verstehst das nicht" sagt aus, dass George dies mit voller Absicht nicht versteht, nicht verstehen will, weil es nicht in sein Weltbild passt. Diese Ausdrucksform ist synchron kaum zu übersetzen.
      "Then there is nothing left for me but to go and see General Grant, and I would rather die a thousand deaths.
      Gen Robert E. Lee, Appomattox Court House, 9. April 1865, 8.30 Uhr
    • Melly schrieb:

      Lincoln.......... Beide Seiten lesen die gleiche Bibel, beten zu dem gleichen Gott. Und jeder hat seine Hilfe gegen den Anderen erfleht. Aber der Allmächtige hatte seine eigenen Vorstellungen.
      Ich finde dieses Zitat auch sehr gut und gelungen. Und es ist so war. Aber ware Freundschaft hält das ganze zu aus. Dafür sind George und Orry doch ein gutes Beispiel.
    • Eine meiner Lieblingsdialoge ist in Folge 11 so ziemlich am Schluss. Es ist die Szene, in der Bents Waffenlager explodiert und Ashton ihre Sünden gesteht. Sie ist mit James in der Kutsche, nachdem Orry sie verstoßen hat.

      Ashton: Verzeih mir, James.
      James: Es ist zu spät, Ashton. Es ist zu spät.

      :lol
    • Für mich ist der Schluss der 2. Staffel am schönsten,
      das Kriegsende
      als George zu Constanze sagt er wisse nicht was aus Orry geworden ist,
      also geht er durch alle Lager sucht und fragt.
      Am Ende findet er ihn unter dem Baum sitzend.

      Ich finde gerade diese Szene und Vorgehensweise sehr ergreifend.
      Weil es die tiefe und Ehrlichkeit der Freundschaft unterstreicht

      Natürlich gibt es noch weitere die mir gefallen
      Geh davon aus das du Glück haben wirst, und du wirst Glück haben
    • Ich greife ein winziges Stück aus dieser wirklich ergreifenden Szene heraus.

      George: "Als wir uns das letzte Mal sahen, sagte ich Dir, Du sollst auf Dich aufpassen. Du hast wohl nicht zugehört."
      Orry (sieht auf): "Damals hat niemand zugehört."

      In Orry's Reaktion steckt so unglaublich viel.
      Zunächst sitzt Orry am Boden und George steht aufrecht vor ihm. Das symbolisiert den Unterschied des Siegers zum Besiegten. Kurz darauf geht George in die Hocke, begibt sich also zum Besiegten hinab und hebt diesen Unterschied für sie beide auf.

      Orry's Blick enthält einen Sturm der Gefühle. Einerseits ist er niedergeschlagen, weil seine Seite und damit er selbst verloren haben. Dann hat er Erinnerungslücken, ist geistig ziemlich alleine und orientierungslos. Die Erinnerung daran, Madeline nicht gefunden zu haben, macht es ihm noch einsamer im Kopf. Und dann taucht George auf, und man sieht Orry die Erleichterung an.

      Und in der Antwort "Damals hat niemand zugehört" steckt auch viel. Orry weiß, dass er zu den Verlierern zählt. Seine Stimme drückt ja auch Hoffnungslosigkeit aus. Aber er weiß auch, dass beide Seiten ihre Mitschuld daran haben, dass es nun Gewinner und Verlierer gibt. Orry versucht, sich zu entschuldigen, er hätte nicht zugehört. Er sagt das stellvertretend für alle im Süden, die, als es zum Krieg kam, nicht auf die Vernunft gehört haben. Aber er sagt auch, dass die andere Seite - der Norden - auch nicht zugehört hat. George widerspricht nicht, ob wohl er das als Sieger gut könnte. Aber auch er weiß, dass Orry Recht hat.

      Und noch ein Wort: "Damals..."
      Orry drückt den Wunsch aus, dass man "jetzt" zuhört, versteht, wieder zusammenhält. Nicht nur in seiner Freundschaft zu den Hazard's, sondern alle Teile von Amerika.

      Was man nicht alles in einen einzigen Satz packen kann.....
      "Then there is nothing left for me but to go and see General Grant, and I would rather die a thousand deaths.
      Gen Robert E. Lee, Appomattox Court House, 9. April 1865, 8.30 Uhr