Vernachlässigte oder bevorzugte Personen

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    • Vernachlässigte oder bevorzugte Personen

      Anders als im Buch nimmt die Liebe zwischen Orry und Madeline in der Serie mehr Raum ein. Das ist wohl auch einer der Gründe, warum Orry gegen Kriegsende nicht wie im Buch stirbt, sondern die Beiden wieder zusammenfinden.

      Findet ihr, dass einige Personen vernachlässigt oder auch bevorzugt worden sind?
      "South Carolina is too small for a republic and too large for an insane asylum."
      James L. Petigru
    • Oh, da hab ich mehrere Punkte.

      Zum Beispiel:
      Forbes "fliegt" als eltern-loses Wesen durch die Filme. Im Buch hat er aber Vater und (geistig verwirrte) Mutter. Eine tragende Rolle haben sie nicht, erklären aber wenigstens den Verwandschaftsbezug von Forbes zu Justin.
      "Then there is nothing left for me but to go and see General Grant, and I would rather die a thousand deaths.
      Gen Robert E. Lee, Appomattox Court House, 9. April 1865, 8.30 Uhr
    • Auch Charles Main taucht urplötzlich auf der Beerdigung von Tillet Main auf, aber wenigstens werden die Verwandtschaftsverhältnisses noch im Gespräch mit Semiramis geklärt. Von Cooper Mains Erscheinen möchte ich jetzt erst gar nicht anfangen. Für mich ist die dritte Staffel ein rotes Tuch.

      Ist euch schon mal aufgefallen, dass nur George, Orry und Madeline in allen zwölf Folgen zu sehen sind? Die anderen Familienmitglieder fehlen in einer oder mehreren Folgen der ersten beiden Staffeln. Constance ist zwar George's Frau, scheint aber in der Serie nicht den gleichen Stellenwert wie Orry's Madeline zu haben. Wo ich wieder bei der Hervorhebung der Liebesgeschichte zwischen Madeline und Orry wäre.
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      James L. Petigru
    • Silvi schrieb:

      Auch Charles Main taucht urplötzlich auf der Beerdigung von Tillet Main auf, aber wenigstens werden die Verwandtschaftsverhältnisses noch im Gespräch mit Semiramis geklärt.

      Unklar bleibt auch z.B., was James mit Ashton tut nach dem Eklat bei Bent's Lagerschuppen. Oder ob Billy sein Versprechen gegenüber dem kleinen Tom gehalten hat. Ich bin sicher, da gibt es noch mehr so Dinge, die der Fantasie der Zuschauer überlassen werden. Die 3. Staffel hat diesbezüglich so viele Ungereimtheiten, da fange ich auch erst garnicht an.

      Silvi schrieb:

      Ist euch schon mal aufgefallen, dass nur George, Orry und Madeline in allen zwölf Folgen zu sehen sind?

      Logo. Siehe meine Auswertungen, Kapitel Figuren. Den Rekord halten dann auch George und Madeline, die in allen 15 Folgen Auftritte haben. Orry wird noch von Ashton überholt (14 Folgen).

      Silvi schrieb:

      Constance ist zwar George's Frau, scheint aber in der Serie nicht den gleichen Stellenwert wie Orry's Madeline zu haben.

      Nun, Constance musste auch nicht durch ein solches Martyrium gehen wie Madeline. Sie ist zwar als moralischer Rückhalt wichtig für George, als brave Ehefrau aber weniger "berichtenswert". Moralisch halte ich George's Beziehung zu Constance für höherwertiger als Orry's romamtische Schwärmerei und den wiederholten Ehebruch von Madeline.
      "Then there is nothing left for me but to go and see General Grant, and I would rather die a thousand deaths.
      Gen Robert E. Lee, Appomattox Court House, 9. April 1865, 8.30 Uhr
    • Im Gegensatz zum Buch werden die Präsidenten Lincoln und Davis viel mehr in das Leben von George und Orry einbezogen. Somit kann man sie eindeutig zu bevorzugten Personen der Serie zählen. ;)

      Ich weiß, es sind wichtige Persönlichkeiten, und man kann mit ihnen die zentrale Rolle von Orry und George hervorheben. ;)

      Mit Frederick Douglass kommt eine weitere historische Persönlichkeit ins Spiel, die eigentlich im Buch "nur" erwähnt wird, aber keinen "Raum" einnimmt. Durch seine Rede gegen die Sklaverei ist er einprägsamer.

      General Grant gehört auch zu Gewinnern der Serie, während Wade Hampton in den Hintergrund tritt. Ups, jetzt hätte ich beinahe General Sherman vergessen. *Asche auf mein Haupt.*
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      James L. Petigru
    • Für mich bleibt unklar warum Madline's Vater sosehr wollte das sie Justin lamotte heiraten
      eigentlich entspricht Justin garnicht dem lebensbild der Familie Fabree

      Für mich daher komplett unverständlich.

      Des weiteren wird nicht erklärt wie Justin lebt und warum er alleine lebt, wer seine Plantage führt, wenn diese überhaupt geführt wird.
      Zum Schluss noch, was wird aus dieser Plantage
      Geh davon aus das du Glück haben wirst, und du wirst Glück haben
    • Nun, es war in damaliger Zeit garnicht ungewöhnlich, dass die Väter ihren Töchtern die Ehemänner raussuchten. So auch hier. Nicholas Fabray, der selbst mit der Wahl seiner Frau (Madeline's Mutter) einen "schwierigen" Griff getan hatte, wollte seiner Tochter an einen gesetzten, wohl-situierten Mann geben. So kam er auf Justin. Da er Madeline zu selbständigem Denken erzogen hat, konnte er von ihr nicht einfach verlangen, den Mann zu heiraten den er ihr rausgesucht hat. Aber durch ständige Einflussnahme und das Zurückhalten von Orry's Liebesbriefen erreichte er sein Ziel doch.

      Justin dagegen hat sicherlich das eine oder andere Mal bereits erfolglos um eine Frau geworben und war deshalb noch immer unverheiratet. Seine Plantage gab ihm den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stand für eine "gute Partie", aber seine Grausamkeit gegenüber den Mitmenschen war im Umfeld sicherlich gut bekannt. Madeline und ihr Vater kamen aber aus dem fernen New Orleans und kannten ihn noch nicht. So konnte er den beiden eine schöne Komödie vorspielen, genau bis zu dem Tag als Madeline "ja" gesagt hat.

      Doch, die Plantage wurde bewirtschaftet. Und Chef der Plantage war Justin. Madeline "durfte" sich allenfalls um Fragen des Haushalts kümmern. Forbes war Gast. Und sonst war ja niemand da. Als Justin starb (Forbes war schon tot), fiel die Plantage mit allem drum und dran an Madeline. Was sie zunächst daraus machte, wird nicht erzählt. Aber da sie ja bei Orry lebte, der rational denken konnte, schätze ich, dass sie einen Verwalter engagierten, der die Plantage verwaltet. Andernfalls hätten sie die Sklaven verkaufen oder freilassen und den Betrieb stilllegen müssen.

      Etwas merkwürdig erscheint in diesem Zusammenhang folgendes: Mit der Heirat von Madeline und Orry fiel auch die Plantage Resolute (bewirtschaftet oder stillgelegt) an Orry. Wie konnte Madeline sie deshalb verkaufen? Das hätte nur Orry gekonnt. Oder zumindest hätte Orry schriftlich sein Einverständnis erklären müssen. So hätte er aber zweifellos erfahren, wo seine Frau steckt.
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    • @Uli
      Wie man sich bettet, so liegt man...

      Madelines Vater wußte alles über Lorette, d.h. ich würde es nicht als "schwierigen Griff" bezeichnen. Es war seine Entscheidung. Er wurde von niemanden gezwungen, denn als Mann lagen alle Entscheidungsbefugnisse bei ihm. Theoretisch hätte er eine "gute Partie" machen können...

      Da fällt mir ein gutes Zitat aus der Serie Akte X ein: "Wir kennen alle unser Spielfeld und wissen, was im Verlaufe eines Spiels passieren kann. Und wenn Sie nicht auf alles vorbereitet waren, hätten Sie das Feld nicht betreten dürfen."

      Von seiner Heuchelei will gar nicht erst reden... Einerseits bringt er seiner Tochter das selbständige Denken bei, und trotzdem verheiratet er sie mit Hilfe der Manipulation mit einem Mann, auch wenn er sich in Justins wahren Charakter nicht im Klaren war...

      Und seine Aussage auf dem Totenbett, dass er Madeline ebenso glücklich sehen wollte wie sich selbst. Man redet sich gerne im Nachhinein die Dinge schön.
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      James L. Petigru
    • "Schwieriger Griff" - "Heuchelei" - "Dinge schön reden" :denk

      Wo bleiben denn da bitte die Gefühle? Ich sehe das nicht so drastisch und rational, ganz im Gegenteil. :whatever

      Nicholas hat seine Frau Lorette über alles geliebt. Sie war die Frau, mit der er sein Leben trotz aller Widrigkeiten verbringen wollte. Nur aus Liebe hat er alles andere akzeptiert, das Bordell und die Tatsache, dass Lorette schwarze Vorfahren hatte. Es war ihm genau aus diesem Grund völlig egal. Aus dieser Liebe ist Madeleine entstanden, die er auch über alles geliebt hat. Und welcher Vater, der seine Tochter liebt, möchte, dass sein Kind ins Unglück läuft?

      Er wollte Madeleine glücklich sehen und konnte sich das nur so vorstellen, dass Madeleine nur mit einem älteren Mann (so wie er es damals selbst war) mit Vermögen auf Dauer glücklich wird. Was hatte denn ein Orry zu diesem Zeitpunkt schon zu bieten? Er wünschte sich und hoffte, dass Madeleine dies später erkennen wird und sah die Verliebtheit zu Orry als vergänglich an, aus einer Laune heraus, wie es oftmals im Leben ist. Oft glaubt man als Elternteil genau das Richtige für das Kind zu tun. Und meistens sind es gerade die Väter, die sich damit schwer tun. Ich glaube, wenn Lorette noch gelebt hätte, hätte sie ihm vielleicht eine andere Sichtweise bezüglich der Situation vermitteln können.

      Nicholas hat erst sehr viel später erkannt, dass es zwischen Madeleine und Orry um sehr viel mehr ging. Und auch, dass er sich so in Justin getäuscht hatte, ist ihm selbst erst sehr viel später klar geworden. Als die Einsicht kam, war es leider zu spät und ich glaube, dass er sehr daran zu knacken hatte und es ihm von Herzen leid tat, dass er die Briefe von Orry hat verschwinden lassen.

      Das wollte er Madeleine dringend sagen, er wollte sie um Verzeihung bitten. :cry
      Glücklich sind nicht die Menschen, die keine Sorgen haben, sondern die, die positiv mit Dingen leben, die alles andere als perfekt sind.
    • @Melly
      Ich bleibe trotzdem bei meiner Meinung... :P Wie du sagst: "Der Glaube für Andere das Richtige zu tun, heißt noch lange nicht, dass es das Richtige ist." Und dieses reinen Tisch vor dem Tod machen... Wenn ich etwas bereue, dann ich sage es gleich und nicht erst, wenn ich kurz davor bin, meinem Schöpfer zu begegnen. Für mich ist das Heuchelei...

      Vielleicht wird nicht aus jeder Liebe oder Schwärmerei eine Beziehung oder Ehe (der damaligen Zeit angepasst), aber woher soll man das wissen, wenn man den Leuten keine Chance gibt? Eine Beziehung, die man in jungen Jahren beginnt, kann genauso schief gehen, wie eine Beziehung, die im "Alter" geschlossen wird. Was hätte es ihn denn gekostet, den Beiden eine Chance zu geben?

      Unglück gehört genauso zum Leben wie das Glück... Einen Menschen in Watte zu packen ist keine Lösung, ihn zu bevormunden erst recht nicht. Man muss lernen, sich im Leben zurecht zu finden. Eine Bedienungsanleitung gibt es nicht.

      Die Frage, die sich für mich stellt, ist folgende: Warum wollte er Madeline unbedingt soooo schnell verheiraten, wenn er sie soooooo liebte? Gab es außer Justin keine Bewerber? Von mir aus, auch ältere Männer mit Vermögen...

      Und was das "zu bieten" angeht... Orry ist der einzige Sohn von Tillet Main und somit der Erbe. Langfristig hätte Orry Madeline "etwas bieten können". Ich sehe es so.. Ihm hat Orry's Nase nicht gepasst. Und er hatte sich Justin in den Kopf gesetzt...
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      James L. Petigru
    • :confused @Silvi: Es ist völlig in Ordnung, wenn Du es anders siehst. :kniefall

      Ich wollte nur darstellen, wie sich die Szenen der Serie für mich darstellen und die Figur von Nicholas Fabray bei mir rüberkommt. Für mich ist er kein Heuchler oder Manipulator sondern ganz einfach nur eine menschliche Figur, die durchaus ihre Fehler hat.

      :happy
      Glücklich sind nicht die Menschen, die keine Sorgen haben, sondern die, die positiv mit Dingen leben, die alles andere als perfekt sind.
    • Es kommt so glaube ich noch ein weiterer Aspekt hinzu, leider weiß ich nicht wie Nickolas sein Geld verdiente, aber er machte doch Geschäfte mit Justin, oder?
      Am Anfang der Serie wird doch was von Geschäftspartner erwähnt.
      Daher denke ich das die beiden Männer sich durch irgendwelche Geschäfte kennengelernt haben.
      So kam Nikolas bzw Justin dazu um Madline zu werben und ihr Vater vermutlich geblendet von Guten Geschäftsabschlüssen sagte nur gerne zu. Eine andere Erklärung fällt mir nicht ein.
      Gut ausser das eine solche Geschichte auch Dramatik benötigt damit sie funktioniert
      Geh davon aus das du Glück haben wirst, und du wirst Glück haben
    • Im Buch lernen sich Justin und Nicholas Fabray in einer Bar in New Orleans kennen, und auf den Plantagen Resolute und Mont Royal wird Reis angebaut. In der Serie schwenkte man auf Baumwolle um, vermutlich weil man mit dem Süden meist Baumwolle verbindet. In der Region, wo Mont Royal steht, könnte man gar keine Baumwolle anbauen. Die Baumwolle wurde im Landesinneren angepflanzt.
      In deutschen Übersetzung gibt es einen Fehler. Justin und Nicholas sprechen über die Herrlichkeit von Resolute. ;) Es gibt keine nähere Erklärung, wo sich die Beiden kennengelernt haben.
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      James L. Petigru
    • Nicholas Fabray war Geschäftsmann, so sagt es später der alte Anwalt Miles Colbert jedenfalls. Um welche Art von Geschäften es sich gehandelt hat, bleibt unbekannt.
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      Gen Robert E. Lee, Appomattox Court House, 9. April 1865, 8.30 Uhr
    • Welche Personen in FIS auch in den späteren Folgen vernachlässigt wurden, sind die Kadetten, die mit Orry und George ihre Ausbildung auf der Militärakademie abgeschlossen haben.

      Ned Fisk taucht ja nochmal in Folge 12 in der englischen Fassung auf, leider nicht in der deutschen Version. Schade ist allerdings, dass er nicht weiß, dass Mont Royal, dass er ja niederbrennen möchte, seinem Freund Orry gehört.

      Die Personen George Pickett, George McClellan und Thomas Jackson finden auch keinen Platz mehr in den späteren Folgen.
      Glücklich sind nicht die Menschen, die keine Sorgen haben, sondern die, die positiv mit Dingen leben, die alles andere als perfekt sind.
    • Ja, das verstehe ich. Aber außer Grant kreuzen sich die Wege der Männer nicht mehr, so wie die FiS-Geschichte in die reale Geschichte eingebettet ist.

      George McClellan befindet sich während der Schlacht von Manassas noch ein ganzes Stück weiter westlich, übernimmt danach aber die geschlagene Unionsarmee. Aus der Phase danach gibt es in FiS keine Szenen, wo er auftauchen könnte. Bei der Rauferei von Billy und Kent und der Schlacht von Antietam war er im Oberkommando, aber George und Orry waren nicht dabei und Billy und Charles kannten ihn nicht persönlich. Hiernach wurde McClellan abgesetzt und verschwand in der Versenkung.

      Thomas Jackson wurde Lee's wichtigster Mann, bis er im Mai 1863 auf fatale Weise angeschossen wurde und starb. Diese Nachricht ging auf beiden Seiten durch die Schlagzeilen, George und Orry müssen es also erfahren haben.

      George Pickett wurde zum Divisionsführer unter Lee. Bei Gettysburg befehligte er den fürchterlichen Frontalangriff am 3. Tag. Auch das war bald überall in der Presse zu lesen. Hiernach war Pickett ein gebrochener Mann und hatte nur noch weniger bedeutende Kommandos. Er befand sich bei der großen Schlacht von Petersburg zwar auch dort, aber etliche Kilometer weiter westlich. Bei der Kapitulation befürchtete er, die Union könnte ihn grausam behandeln (besonders wegen Gettysburg), und floh ins Ausland. George konnte ihn bei Appomattox nicht antreffen.
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    • @Uli: Vielen Dank für die Ausführung.

      Ja - so ist jetzt besser nachvollziehbar! :P

      Als sich Orry und George im Krieg zufällig treffen und zusammen in einer Hütte sitzen (Folge 8) spricht George auch von einem Marcus Hasler, der in West Point war. Dieser Name ist in den vorangegangenen Folgen nie erwähnt worden. Ich kann mich auch an keinen Kadetten, der so hieß erinnern oder habe ich was übersehen? ?(

      Und dann gab es noch Andrew Langley, den George gegenüber Constance erwähnt. Angeblich auch ein Freund aus West Point. ?(
      Glücklich sind nicht die Menschen, die keine Sorgen haben, sondern die, die positiv mit Dingen leben, die alles andere als perfekt sind.
    • Ja, richtig, beide West Point-Kameraden wurden ansonsten nie erwähnt. Naja, der Jahrgang 1846, in dem unsere Freunde ihren Abschluss machten, war relativ stark besetzt, so um die 50 Absolventen. Ich hab eine Liste der Namen nach Abschlussjahr. Die beiden genannten Namen sind nicht darunter, also einfach erfunden.

      Kleine Korrektur: Wie gesagt war George Pickett in Gettysburg, George und Billy auch. Treffen konnten sie sich daber aber auch nicht. Aus zwei Gründen:

      1. Die Szene dort ist nicht gerade lang. So wie sie dargestellt wird, also durch einen Angriff aus dem Unterholz, könnte es am 2. Tag gewesen sein. Da war Pickett mit seiner Division noch unterwegs. Er war erst für den genannten Großangriff am 3. Tag vor Ort.

      2. Soweit mir bekannt ist, war es in der Hitze des Gefechts ziemlich ausgeschlossen, dass man sich gefahrlos gegenseitig hätte besuchen können. Denn Pickett stand ja auch der anderen Seite. Selbst wenn, hätte es einen ganzen Sack voller Zufälle gebraucht. Die Linie, auf denen sich beide Seiten gegenüberstanden, war rund 10 km lang, auf denen sich 170.000 Männer drängten. Die Freunde hätten sich irgendwo auf dieser Linie direkt gegenüberstehen müssen. Dennoch: Wie hätten sich die Freunde da finden sollen?

      PS: Ich finde es immer doof, dass die Filmleute George zur "Feuertaufe" als General (!) nur das Kommando über eine Artillerie-Batterie gegeben haben. Sowas ist für einen Lieutenant oder Captain da. Noch dazu wo George keinerlei Artillerie-Erfahrung hat. Vor 20 Jahren war er mal Infanterist, und bis Gettysburg nur "Schreibtischsoldat". Vom Rang her stünde ihm entweder eine Brigade zu (bis zu 5000 Mann) oder ein Stabsposten im Armeekommando, was seiner bisherigen Erfahrung eher entspricht. Naja...
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